Giesbert Damaschke

damaschke.de

Neustart16.9.2026

Es war wohl so um 1994, als ich das erste Mal Kontakt zum Internet hatte. Bis dahin kannte ich nur BBS/Mailboxen oder geschlossene Systeme wie Compuserve. Seinerzeit war ich noch Redakteur bei Ziff-Davis Deutschland, und wir setzten die erste Gehversuche im Internet prompt in Zeitschriften um: ›1001 coole Internetadressen‹ (oder so ähnlich), und vor allem ›pl@net‹. Obwohl wir über das Internet schrieben, hatte keiner von uns damit Erfahrungen, die über die bloße Consumer-Sicht hinausgingen. Von den technischen Grundlagen hatten wir nur eine grobe Vorstellung, keiner von uns konnte HTML, keiner hatte eine eigene Homepage. Und erst recht hatte niemand eine eigene Domain.

1997 kündigte ich bei Ziff-Davis und machte mich selbstständig: jetzt brauchte ich zwingend eine eigene Domain (mit irgendwas wie name@aol.com wollte ich mich schließlich nicht lächerlich machen). Das war seinerzeit alles nicht so simpel wie heute und ohne Hilfe wäre ich da aufgeschmissen gewesen: Danke, Matthias!

Die früheste noch erreichbare Version von damaschke.de vom 8.1.1998 gibt’s bei archive.org. Anfangs hab ich manuell Webseiten gebaut und der Site hinzugefügt, später dann erste Blog-Versuche unternommen. Ich habe seinerzeit ein wenig mit AOL, Blogspot und Wordpress herumgespielt. Die AOL-Versuche sind wohl verschollen, Blogspot ist via archive.org noch erhalten, und die Wordpress-Seite ist erstaunlicherweise immer noch online. Noch erstaunlicher: Ich hab noch die funktionierenden Zugangsdaten.

Nach ein paar Versuchen habe ich dann Wordpress auf meinem Server installiert, das Blog fortan selbst gehostet und die wenigen Einträge der alten Blogspot-Seite kopiert. Die Blogbemühungen verliefen nach und nach im digitalen Sand oder verlagerten sich auf themenzentrierte Blogs wie www.asml.de oder das inzwischen längst eingestellte insideMac-Blog, das nur noch via archive.org erreichbar ist. Hinzu kamen die Verlockungen der Mikroblogging-Plattformen wie Twitter. Das allgemeine ›Notizen‹-Blog hab ich dann irgendwann gelöscht.

Soweit erstmal. Dass ich das hier in der gerafften Form erzähle: ist natürlich ein deutliches Signal, dass ich es noch einmal probieren möchte. Inzwischen bin ich, Stand 2026, 65 Jahre alt. Und finde jetzt eventuell die Muße, ein Blog regelmäßig mit mehr oder weniger interessanten Beiträgen zu füllen. Und wenn nicht – dann halt nicht.

Für den Anfang und um überhaupt Material zu haben, mit denen ich Funktionsweise und Layout der Einträge testen kann, habe ich einige ältere Beiträge hier und da überarbeitet. Schaun wir mal, wie’s weitergeht.